Mömbris, 06.05.2026 – Ein besonderes Projekt führte das P-Seminar von Herrn Reuß am Hanns-Seidel-Gymnasium aus dem Klassenzimmer direkt in die Praxis: Gemeinsam machten sich 13 Schülerinnen und Schüler auf den Weg zur Tagespflege „Care“ in Mömbris, um ihre selbst entwickelten Spiele auf Alltagstauglichkeit zu testen.
Pünktlich zur Abfahrt versammelte sich die Gruppe am Gymnasium. Im Gepäck hatten sie nicht nur Materialien, sondern vor allem kreative Ideen. Ziel des Seminars ist es, spielerische Ansätze zu entwickeln, die einem altersbedingt nachlassenden Gedächtnis entgegenwirken sollen. Theorie allein reicht hier nicht aus – entscheidend ist die praktische Erprobung.
In der Tagespflege trafen die Jugendlichen auf eine offene und neugierige Gruppe von Seniorinnen und Senioren. Schnell entstand eine lebendige Atmosphäre, in der gemeinsam gespielt, gelacht und ausprobiert wurde. Die entwickelten Spiele stießen auf großes Interesse und sorgten für viel Freude. Gleichzeitig erhielten die Schülerinnen und Schüler wertvolle Rückmeldungen: Was funktioniert gut? Was kann verbessert werden? Welche Spiele sind besonders alltagstauglich?
Neben dem fachlichen Aspekt stand vor allem der zwischenmenschliche Austausch im Mittelpunkt. Die Begegnung zwischen den Generationen war geprägt von gegenseitiger Achtung und Respekt. Gespräche entstanden ganz selbstverständlich – über das Spielen hinaus. Für die Jugendlichen bot sich dabei auch ein direkter Einblick in das Berufsfeld der Altenpflege.
Das Projekt verdeutlicht, dass Lernen weit über das Klassenzimmer hinausgeht. Es geht nicht nur darum, Inhalte zu erarbeiten, sondern diese auch anzuwenden, zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre eigene Selbstwirksamkeit erleben: Ihre Ideen hatten einen echten Nutzen und wurden von den Seniorinnen und Senioren wertgeschätzt.
Der Ausflug nach Mömbris war damit nicht nur ein Testlauf für die Spiele, sondern auch eine wertvolle Erfahrung für alle Beteiligten – ein gelungenes Beispiel dafür, wie Schule, Praxis und gesellschaftliches Engagement miteinander verbunden werden können.
Sebastian Reuß